Kategorie: Esskultur

  • Resonanz beginnt im Mund

    Resonanz beginnt im Mund

    Kaum ein kultureller Bereich macht unsere Beziehung zur Welt so unmittelbar erfahrbar wie das Essen. Jeder Bissen verbindet Körper, Landschaft, Jahreszeit, Handwerk, Erinnerung und Gegenwart zu einer Situation, die sich weder vollständig kontrollieren noch beliebig wiederholen lässt. Wir nehmen Nahrung nicht lediglich auf. Wir treten mit der Welt in Beziehung.

  • Esskultur als Gefüge kultureller Praktiken

    Esskultur als Gefüge kultureller Praktiken

    Esskultur wird häufig über Speisen beschrieben. Man spricht von regionalen Rezepten, traditionellen Gerichten oder außergewöhnlichen Zutaten. Diese Sichtweise verwechselt das Sichtbare mit dem, was es hervorbringt. Kultur liegt nicht auf dem Teller. Sie entsteht in den Praktiken, durch die Menschen Lebensmittel wahrnehmen, unterscheiden, bewerten, zubereiten, teilen und erinnern.

  • Kishōtenketsu – Warum Erfahrungen nicht aus Konflikten entstehen

    Kishōtenketsu – Warum Erfahrungen nicht aus Konflikten entstehen

    Westliche Erzählungen beginnen häufig mit einer Störung. Eine Figur verfolgt ein Ziel, stößt auf Widerstände und verändert die Welt oder sich selbst, indem sie den Konflikt überwindet. Diese Dramaturgie prägt nicht nur Literatur und Film. Sie bestimmt ebenso, wie Marken kommunizieren, Ausstellungen inszeniert werden oder digitale Anwendungen Aufmerksamkeit lenken. Bedeutung erscheint als Ergebnis einer Entscheidung.