Denkraum

Perspektiven auf Esskultur, Gastlichkeit, Identität und Experience Design.

  • Die Denkmodelle hinter meiner Arbeit

    Die Denkmodelle hinter meiner Arbeit

    Über Praxis, Korrespondenz, Atmosphäre, Resonanz und die Gestaltung kulinarischer Erfahrungen Experience Design beginnt für mich nicht mit der Gestaltung eines Angebots. Es beginnt mit der Beobachtung, dass Erfahrungen nicht hergestellt werden können. Menschen nehmen Räume, Speisen oder Begegnungen nicht einfach auf. Sie handeln in ihnen, antworten auf sie, verbinden sie mit Erinnerungen und verändern ihre Bedeutung im eigenen Tun.

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  • Narrative sind nicht der Anfang. Sie folgen dem Handeln

    Narrative sind nicht der Anfang. Sie folgen dem Handeln

    Organisationen beginnen Veränderungen häufig mit einer Geschichte. Leitbilder werden formuliert, Werte beschrieben und Narrative entwickelt. Sie sollen Orientierung geben, Identität stiften und Verhalten verändern. Dennoch bleibt nach vielen Veränderungsvorhaben ein vertrauter Eindruck zurück: Die Sprache hat sich gewandelt, der Alltag kaum.

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  • Tradition ist kein Erbe. Sie ist Rohstoff

    Tradition ist kein Erbe. Sie ist Rohstoff

    Wer ein gutes Wirtshaus betritt, bemerkt oft sofort, dass dieser Ort eine Geschichte besitzt. Nicht die Einrichtung allein vermittelt dieses Gefühl. Es sind die abgenutzte Tischkante, der Geruch des Holzes, das Licht auf dem Boden, die selbstverständliche Begrüßung eines Stammgastes oder die ruhigen Bewegungen zwischen Küche und Gastraum. Solche Orte erzählen ihre Geschichte nicht. Sie verkörpern sie.

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  • Fertiggerichte und die Illusion gewonnener Zeit

    Fertiggerichte und die Illusion gewonnener Zeit

    „Es gibt Wichtigeres, als in der Küche zu stehen. Wir schenken dir Zeit zurück.“ Kaum ein Versprechen prägt die moderne Ernährung so beharrlich. Es verbindet Convenience mit Entlastung und stellt das Kochen als Hindernis zwischen Menschen und ihrem eigentlichen Leben dar. Wer weniger schneidet, rührt und wartet, soll mehr Zeit für das gewinnen, was wirklich zählt. Die Rechnung wirkt einleuchtend,…

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  • Am Tisch beginnt alles

    Am Tisch beginnt alles

    Es beginnt nicht mit einem Konzept. Es beginnt mit einem Tisch. Mit Händen, die Besteck greifen, lange bevor sie Worte für Gestaltung oder Gastlichkeit kennen. Mit Gerüchen, die im Gedächtnis bleiben, ohne bewusst erinnert worden zu sein. Mit Gesprächen, die zwischen Tellern entstehen und einen Abend überdauern. Der Tisch ist kein Gegenstand im Raum. Er bringt Menschen, Speisen, Materialien und…

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  • Was wir nicht sehen, bestimmt oft, was wir erleben

    Was wir nicht sehen, bestimmt oft, was wir erleben

    Über den Einfluss von Kenya Hara auf meine Arbeit Manche Denker verändern nicht, was wir gestalten, sondern was wir überhaupt wahrnehmen. Ihr Einfluss zeigt sich weder in einem bestimmten Stil noch in einem übertragbaren Modell. Er verschiebt den Blick auf die Dinge und auf jene Beziehungen, die im Sichtbaren anwesend bleiben, ohne selbst sichtbar zu werden. Der japanische Designer Kenya…

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  • Spargel oder Symptom? Warum „Spargel satt“ oft nichts mit Erfahrung zu tun hat

    Spargel oder Symptom? Warum „Spargel satt“ oft nichts mit Erfahrung zu tun hat

    Jedes Frühjahr wiederholt sich in Deutschland dieselbe Szene. Restaurants werben mit „Spargel satt“, Flatrate-Menüs, Buffets und Kilopreisen. Spargel wird zur Maßeinheit für Konsum. Möglichst viel, möglichst günstig und möglichst ohne Widerstand. Darin zeigt sich weniger eine Vorliebe für Spargel als eine bestimmte Vorstellung vom Wert. Noch immer wirkt die Logik nach, die über Jahrzehnte viele Konsumentscheidungen geprägt hat: Mehr gilt…

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